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23.07.2010 01:07 | Webdesign

Usability von Websites: Oft unterschätzt.

Wie sieht Ihre Website morgen aus?

Je weiter die Entwicklung im Web voranschreitet (HTML5), je tiefer die permanente Erreichbarkeit (Mobiltelefon, E-Mail) unseren Alltag beeinflusst und je mehr Dienste wir täglich verwenden (Facebook), desto mehr rückt das Thema “Usability” und “Nutzen” wieder in der Vordergrund.

“Wieder” deshalb, weil zu Beginn der Webdesign-Ära sehr viel experimentiert wurde: Welche Navigationslogik steckt hinter der Website (Horizontale und vertikale Menüs)? Wieviel Elemente passen auf eine Seite drauf? Darf man horizontal scrollen (nogo!). Wann wird deutlich, dass man auf der Website überhaupt “runterscrollen” kann und tun das die User überhaupt? Viele Fragen sind zwischenzeitlich tausendfach durch hunderte Studien und Praxisbeispiele gelöst.

Wie wird/soll/kann/muss aber eine Website in  5-10 Jahren aussehen? Was steckt “hinter” der Website (Welches Content Management System macht das Rennen)? Bis hin zur Frage: Braucht man in Zeiten von Facebook, YouTube und kostenfreien Blog-Plattformen als Hotelier überhaupt noch eine eigene Hotel Website?

JA, man benötigt nach wie vor eine eigene Hotel Website!

Derzeit beobachte ich auf vielen Websites eine eher kontraproduktive Entwicklung. Hier ein Facebook Button, dort ein Tweet, da ein Blogbeitrag. Daneben noch dutzende Pauschalen, möglichst alle auf der ersten Seite präsentiert, ein YouTube Video muss auch noch rein und statt 5 Hauptnavigationspunkten (Home, Hotel, Zimmer & Preise, Wellness, Service) gibt es bald 20 Hauptnavigationspunkte…

“User” – ein geheimnisvolle Unbekannter?

Einer Studie zufolge geben “User” einer Website immer weniger Zeit, sie zu überzeugen. Ersetzt man “User” durch “potenzieller Gast” oder auch mal durch “ich” wird sehr schnell klar wovon die zumindest in der Ferienhotellerie die Rede ist: “Zeig mit Bilder, sag mir wieviel das Zimmer kostet und wenn Du gute Hotelbewertungen hast, mach mir ein individuelles Angebot!”

K.I.S.S. – Keep it simple and stupid!

Ich bin der Meinung, dass eine gute Hotel Website nicht durch Masse an Informationen überzeugt, sondern dadurch, dass ein “User” möglichst schnell und einfach einen guten Eindruck von den Angeboten und Kernleistungen eines Hotels.

Und bei allem Aufwand, den die Erstellung einer Website mit sich bringt: Wenn ein Hotel nicht eine klare Positionierung (Wellness, Familie, Wandern, etc.) aufweist, wird auch eine noch so schön designte und komplexe Website nicht in der Lage sein, das Buchungsergebnis zu verbessern.

Die “großen” machen es vor wie es funktioniert: Was wäre das iPhone ohne Touch-Prinzip? Oder Google ohne dem Prinzip “schnell und einfach finden, was relevant ist”?

Ich glaube es muß einfach auch mal ausgesprochen werden, dass die Erwartungen an eine Website viel zu oft viel zu hoch geschraubt sind. Und man sich von dem Gedanken einer “eierlegenden Wollmilchsau” verabschieden sollte.

Wie ist Ihre Meinung dazu?

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